Skip to main content

Erfolgreiche Abschluss des Forschungsprojektes

Mit der Abschlussveranstaltung am 27.Februar 2019 in Berlin wurde das Forschungsprojekt zu einem erfolgreichen Ende gebracht. Lesen Sie hier mehr zu den Ergebnissen die vorgestellt wurden...

Am 27. Februar fand die Abschlussveranstaltung zum Forschungsprojekt REBEKA statt und damit wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Um es kurz zusammenzufassen - im Projekt REBEKA wurde nach Möglichkeiten gesucht die Resilienz von Einsatzkräften und Organisationen zu steigern, um auch bei eigener Betroffenheit effektiv arbeiten zu können.

Zum einen befasste sich das Projekt mit den psychosozialen Ressourcen und Bewältigungsstrategien. Hierbei hatte die Freie Universität Berlin zum Ziel, die elementaren Faktoren für eine erfolgreiche Bewältigung von Einsätzen zu identifizieren und dies später ausbauen zu können. Um die Ressourcen zu identifizieren, die die Widerstandsfähigkeit der Einsatzkräfte beeinflussen, wurde eine umfangreiche Studie durchgeführt. Die Vertreter des Bevölkerungsschutzes wiesen auf positive und somit erfolgreiche Bewältigungsstrategien (z.B. Humor) und negative Einflüsse hin (z.B. Hilflosigkeit, Informationsmangel), die zusammen mit anderen Studienergebnissen zu einem Modell zusammengefasst wurden. Dieses detaillierte Modell wurde als Grundlage für die weitere Forschung verwendet.

Auf dieser Grundlage wurde ein Konzept entwickelt um Spontanhelfer gewinnbringend einbinden zu können. Die Universität Stuttgart erstellte einen Tätigkeitskatalog, der dabei hilft schneller einschätzen zu können, welche Aufgaben ein Spontanhelfer bewältigen kann. Für die gesamte Bevölkerung steht jetzt auch ein Kommunikationswiki zur Verfügung, es ist ein Übersicht der Möglichkeiten wie, wann, wer und was mit Spontanhelfenden kommuniziert werden kann.

Neben der Möglichkeit zur Resilienz Steigerung durch Spontanhelfer wurde auch die Prozesserhebung und Resilienz Bewertung betrachtet. Die Technische Hochschule Wildau hat ein Konzept erstellt, um die Resilienz von einzelnen Organisationen festzustellen und gleichzeitig darzustellen in welchen Punkten Verbesserungen vonnöten sind.

Als Verschriftlichung der Ergebnisse entstand das Schulungshandbuch. Dieses dient zur Schulung für Einsatz- und Führungskräfte im Bereich eigene Betroffenheit und Spontanhelfende. Auch wurde der Stresstestkatalog erstellt, mit dem die Resilienz der Einsatzkräfte bzw. der Einsatzabläufe überprüft und gesteigert werden kann. Als drittes wurde das Einsatzhandbuch angefertigt. Dieses ist für die Zusammenarbeit von Einsatzkräften und der Bevölkerung gedacht. Es ist in die zwei Abschnitte „vor dem Einsatz“ und „während des Einsatzes“ unterteilt. Es stellt Einsatzgebiete von Einsatzkräften mit Tätigkeiten der Bevölkerung gegenüber und verschafft einen direkten Einblick über benötigte Informationen.

Für Einsatz- und Führungskräfte ist es von entscheidender Bedeutung zu erfahren, wie es möglich ist, Spontanhelfende einzubeziehen und wie man die Zusammenarbeit vorbereitet und organisiert. Es ist wichtig, dass die Einsatz- und Führungskräfte lernen sich auf die Fälle vorzubereiten, in denen die Einsatzkräfte selbst von der Katastrophe betroffen sind, und wie Spontanhelfende in diese Fälle eingebunden werden können. Dieser Bedarf wurde während des Projekts berücksichtigt und auf der Grundlage der Projektergebnisse wurden neue Trainingsmaterialien für die Einsatz- und Führungskräfte entwickelt. Das praktische Schulungshandbuch und Einsatz Handbuch umfassen die oben genannten Themen und bringen so das wissenschaftliche Kenntnis in die Praxis.

Nach Beendigung dieses Forschungsprojektes ist klar, dass die erzielten Ergebnisse nicht ad acta gelegt werden dürften, sondern an einer schnellen praktischen Etablierung gearbeitet werden muss hierzu wurden unter Federführung des THWsHandlungsempfehlungen erarbeitet. Auch ist es wichtig, dass weitere Forschungsprojekte im Bereich Resilienz von Einsatzorganisationen gestartet werden und ihnen auch weiterhin eine ausreichende Förderung zuteilwerden muss.